Paris - Peking 2006

Ein Dreh-Reisetagebuch

Kategorie: Informationen

Personen

Laurent Desmetz
Das bin selbstverständlich ich. Teil des  Kamerateams für die tägliche Berichterstattung.
Auf der Reise bin ich hauptsächlich Fahrer der G-Klasse Nr. 66. Doch wenn wir drehen bin ich Kameraassistent und Tonman.
Alecs Heiduschka
Kameramann des Kamerateams für die tägliche Berichterstattung. Mein direkter Chef auf der Reise.
Ab und zu fährt auch er die G-Klasse Nr. 66 😉
 
 
Thomas Halaczinski
Unser Redakteur der mit uns unterwegs ist.
Er fährt die E-Klasse mit der N. 33 mit Bluetec.
Dave Nicoletti
Ebenfalls Redakteur und Vertretung für Thomas für die Strecke zwischen Moskau und Almaty. Er übernimmt dann auch die E-Klasse Nr. 33
Berit Bremer (links)
Projekt-Managerin Paris-Beijing 2006

René Metge (mitte), zweifacher Paris-Dakar-Gewinner aus Frankreich, hat die Route Paris-Beijing geplant und schaut, dass alle auch den Weg finden

Antonia de Roissard (rechts), Co-Pilotin von René Metge bei Paris-Dakar. Ist dafür da Probleme zu lösen die Unterwegs auftauchen können. Ein sogenannter Troubleshooter 🙂

Fahrzeuge

Unsere G-Klasse Nr. 66.
Produktionsfahrzeug in dem sich unser gesamtes Equipment und Privatgepäck im Kofferraum und auf dem Dach befinden.
Mit dem ganzen Gewicht und Gepäch auf dem Dach ca. 15l/100km Verbrauch und Maximalgeschwindigkeiten von 140km/h. Bei Gegenwind wesentlich weniger 🙁
Im Kofferraum befindet sich auch ein Zusatztank der meistens nach der Hälfte der Tagesetappen zugeschaltet werden muss.
Unser mobiles Zuhause für die nächsten sechs Wochen.


Die G-Klasse Nr. 66 der Kollegen Raphael und David. Das ist das Kamerateam mit dem festverbauten Kamerakran auf dem Dach.


Die E-Klasse Nr. 33
Das Auto unserer Redaktuere und Protagonistenfahrzeug für Filmaufnahmen. Es ist ein Blutec-Auto und hat eine internationale Beflaggung.

Die Route

Ingesamt gibt es fünf Etappen die mit ca. 14.500 Kilometern in 30 Tagen durch neun Länder und zwei Kontinenten führen.
Gestartet wird mit einer Zeremonie in Paris unter dem Eiffelturm.

Die erste Etappe führt von Paris über Stuttgart, Berlin, Warschau, Vilnius in Littauen, Riga in Lettland und Tallinn in Estland nach Sankt Petersburg in Russland

1. Etappe

Die zweite Etappe bleibt in Russland und führt von Sankt Petersburg über Moskau, Nischni Nowgorod, Kasan und Perm nach Jekaterinburg in die Nähe der Russisch-Kasachischen Grenze.

2. Etappe

Am ersten Tag der dritten Etappe wird die Russisch-Kasachische Grenze überquert. Man bleibt für den Rest der Etappe in Kasachstan und durchquert das ganze Land von Nord nach Süd-Ost von Jekaterinburg in Russland über Qostanai, Astana (seit Neuestem Nur-Sultan) und Balchasch bis zur ehemaligen Hauptstadt Almaty in der Nähe der kirgisischen Grenze.

3. Etappe

Die vorletzte Etappe führt dann ins das riesige China. In dieser wird dreiviertel des Landes von West nach Ost durchquert. Von Almaty in Kasachstan über Yinning, Ürümqi, Hami und Jiayuguan bis nach Lanzhou.

4. Etappe

Die fünfte und letzte Etappe führt von Lanzhou über Wuhai, Hohhot, und Badaling entlang der Chinesischen Mauer bis ins Zentrum von Peking zum Yongding-Tor.

5. Etappe

Begriffe

ROADBOOK

Das Roadbook ist ein Buch das jede wichtige Abzweigung auf unserer Fahrt in Piktogrammen anzeigt. Vom Startpunkt jeder Tagestour bis zum Ziel. Nur mit diesem Buch ist es möglich die Route so zu fahren wie es von der „Rennleitung“ gedacht ist. Morgens stellt man den Tageskilometer auf Null und kann dann anhand des Roadbooks, in dem angezeigt wird, dass nach so und so viel Kilometer es an der und der Kreuzung in diese und jene Richtung geht. Darin stehen auch Informationen zu den Zwischenstationen, Zielorten und zu den Veranstaltungen. Da man sich ab und zu aber auch verfährt und somit die Kilometer/Meterangaben dann nicht mehr übereinstimmen gibt es das so genannte Garmin.

Deckblatt des Roadbooks für die 5. Etappe Lanzhou-Beijing
Wegpunkte des Roadbooks der 5. Etappe von Lanzhou nach Beijing

DAS GARMIN

Die GPS gesteuerte digitale Navigationshilfe funktioniert nur zum Teil wie ein Navigationssystem. In mühevoller Kleinstarbeit müssen alle im Roadbook eingetragenen Weggabelungen als GPS-Koordinaten eingegeben werden. Dies geschah natürlich von Programmieren und den Teams die vorher die Route abgefahren sind. So entstehen Punkt zu Punkt Routen in diesem System. An jedem so genannten Wegpunkt oder auch Waypoint (wir arbeiten hier ja schließlich international ;-)) piept das Garmin 200 m vorher. Das ist das Warn-Signal um in das Roadbook zu schauen. Jede Gabelung im Roadbook ist einem eindeutigen Waypoint im Garminsysten zugeordnet. Man kann also im Garmin schauen welcher Punkt gerade angemeldet wurde und sieht im Roadbook nach diesem Punkt und weiß dann in welche Richtung man weiterfahren muss.

Garmin GPS-Navigationssystem

Warum kein Navi im normalen Sinn?

Ganz einfach. In Mitteleuropa wäre das noch machbar, aber in Russland, Kasachstan und China gibt es nicht genügend oder gar kein elektronisch erfasstes Kartenmaterial. Mit dem Garmin braucht man nur die Punkte kennen die man anfährt. Alles andere ist nicht wichtig. So „angelt“ man sich Schatzsuche-mäßig von Punkt zu Punkt von Paris nach Peking 🙂

 

 

BLUETEC

Dieses System wurde 2006 bei der Diesel E-Klasse in den USA eingeführt. Es wird dem Abgas ein Zusatz beigemischt der die Ausstöße neutralisiert, und somit ein fast abgasfreies Auto darstellt. Dieser Zusatz muss aber ca. alle 50.000 KM weder aufgefüllt werden.